Vergangenheitsbewältigung – Traumatherapie und -bewältigung

Nahezu jeder Mensch hat in der Vergangenheit schon einmal etwas Negatives erlebt. Traumata entstehen zumeist aus unangenehmen oder traumatischen Erlebnissen. Für Betroffene liegen diese Ereignisse zumeist außerhalb der normalen Erlebniswelt. Erfahrungen dieser Art werden von Betroffenen als belastend empfunden. Häufig sind sie nicht in der Lage diese Erlebnisse richtig zu verarbeiten.Geht es um die Vergangenheitsbewältigung und Bewältigung von Traumata, muss es sich nicht immer zwangsläufig um die schweren Erlebnisse eines Krieges, einer Vergewaltigung oder gar von Folter handeln. Abhängig vom Innenleben eines jeden Betroffenen, können bereits scheinbar unwichtige Ereignisse zur Traumatisierung führen.So kann bereits eine völlig harmlose Situation, beispielsweise die öffentliche Bloßstellung einer Person, zur Traumatisierung führen. Nach fast jeder traumatischen Erfahrung, laufen die körperlichen und psychischen Funktionen nach und nach aus dem Ruder.

Die Symptome von Traumata

Zu den häufigsten Symptomen eines Traumas zählen:
  • Wiederkehrende Ängste, welche mit einem Erlebnis in Zusammenhang stehen
  • Leichte Schreckhaftigkeit und gesteigerte Wachsamkeit bei möglicher Gefahr
  • Kontrolliertes Verhalten – auch bei innerlicher Unruhe und Schreckhaftigkeit
  • Fähigkeit zu trauern, lieben oder sich zu freuen kann eingeschränkt sein
  • Schutz vor negativen Überraschungen, durch Vorwegnahme von negativen Szenarien
  • Heftige Reaktionen auf äußere oder innere Einflüsse
  • Entwicklung von Vermeidungsstrategien

Verschiedene Arten von Traumata

Verletzende und schmerzhafte Erlebnisse prägen sich in die menschliche Seele mitunter tief ein. Jedoch ist jeder Mensch anders. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und sein ganz eigenes Maß an persönlichem Schmerzempfinden.Während für den einen Menschen bereits ein leichtes Trauma ein sehr einschneidendes Erlebnis darstellen kann, kann dieses Erlebnis für andere Menschen völlig nebensächlich sein. Wer innerlich eher schwächer und sensibler sowie empfindsamer ist, dem werden bereits kleine Traumata zu schaffen machen, während diese an mental stärkeren Menschen völlig vorbeiziehen.Man unterscheidet zwischen fünf Traumataformen. Jede von ihnen kann bei Betroffenen zu ernsten physischen oder psychischen Verletzungen führen. Folgende Traumata nehmen starken Einfluss auf die Psyche eines Menschen:
  1. Physische Gewalt
  • Vergewaltigung
  • Sexuelle Nötigung
  • Medizinische Behandlungen – Chemotherapie, Bestrahlung
  • Schwierige Geburten
  • Fehlgeburten
  • Behinderung Neugeborener
  • Gewalt in aller Form gegen sich oder andere (auch Tiere)
  • Raub
  • Überfall
  • Diebstahl
  • Einbruch
  • Kriegseinsatz
  • Todesfälle von Menschen und anderen nahestehenden Lebewesen
  1. Emotionale Traumata
  • Hetze
  • Beleidigung
  • Kränkung
  • Mobbing
  • Erniedrigung in vielerlei Form
  • Unterdrückung in vielerlei Form
  • Kritik durch Eltern oder Lehrer
  • Erfolgsdruck durch Eltern oder andere Personen
  1. Soziale Traumata
  • Verstoß aus einer Gemeinschaft (Familie, Freunde, Kirche, Arbeitskollegen etc.)
  • Scheidungsprozesse
  • Jobverlust
  • Kündigung
  • Finanzieller Ruin
  • Zwangsversteigerung
  • Verlust des eigenen Hauses
  • Verlust der Wohnung
  • Verlust der Heimat
  • Sozialer Abstieg in die Armut
  1. Spirituelle und Religiöse, tranceinduzierte Traumata
  • Mitgliedschaft in okkulten Gruppen, Sekten
  • Gruppentrance mit negativem Ausgang
  • Massenhysterie
  • Panik auf Veranstaltungen (Love Parade, Marathon Boston)
  1. Zeuge eines Gewaltverbrechens
  • Miterleben von Gewaltverbrechen
  • Miterleben von Vergewaltigungen
  • Zeuge von Prügeleien
  • Zeuge von streitenden Eltern
  • Terroranschläge (9/11)
  • Naturkatastrophen
  • Gewalt in den Medien

Die angewandte Hypnotherapie zur Vergangenheitsbewältigung und Traumabewältigung

Seit vielen Jahren wird die angewandte Hypnotherapie zur Bewältigung von Traumata und einschneidenden und manifestierten Erlebnissen aus der Vergangenheit eingesetzt.In einer, für Betroffene jederzeit sicheren und angenehmen, hypnotherapeutischen Sitzung werden Trancezustand und das Eindringen in das Unterbewusstsein kombiniert. Die traumatischen Erinnerungen aus der Vergangenheit werden zunächst strukturiert und neu organisiert.Während die eigentliche traumatische Erinnerung zunächst abgeschwächt wird, wird ein ressourcenvoller Zustand fest etabliert. Diese Methode ist sogar bei länger zurückliegenden Erlebnissen anwendbar. Sie gilt sogar als sehr effektiv bei traumatischen Erlebnissen beispielsweise aus der Kindheit, an welche sich Betroffene gar nicht mehr aktiv und bewusst erinnern können.Die eigentliche traumatische Erinnerung bleibt jedoch bestehen, lediglich die Verbindung zu unerwünschten Gefühlen oder damit verbundenen Symptomen wird entkoppelt.Die Erfahrungen zeigen, dass in den meisten Fällen, bereits nach wenigen Sitzungen, erste Erfolge erzielt werden können. Betroffene fühlen sich schnell wieder selbstbewusst und selbstbestimmt.